Das Erste
ist das landesweite Gemeinschaftsprogramm der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (kurz ARD).
Die ARD wurde am 5. Juni 1950 gegründet. Gründungsmitglieder waren die damals bereits existierenden Landesrundfunkanstalten Nordwestdeutscher Rundfunk, Radio Bremen, Hessischer Rundfunk, Bayerischer Rundfunk, Süddeutscher Rundfunk und Südwestfunk. Der RIAS in Berlin übte eine beratende Tätigkeit aus.
Unter dem Namen Deutsches Fernsehen begann am 25. Dezember 1952 von Hamburg aus der Sendebetrieb, der vom damaligen NWDR veranstaltet wurde. Als Gemeinschaftsprogramm für die ganze Bundesrepublik wurde es ab dem 1. November 1954 auch von den anderen bereits existierenden Rundfunkanstalten betrieben. |
|
|
Mit der Gründung des Senders Freies Berlin (1953), der Teilung des NWDR in Norddeutscher Rundfunk und Westdeutscher Rundfunk (1956) sowie der Gründung des Saarländischen Rundfunks (1959) hatte die ARD nun neun statt sechs Mitglieder.
Vom 1. Juni 1961 bis 31. März 1963 gab es auch ein zweites ARD-Programm, das tagsüber kein Programm, aber zwischen 20.00 und 22.00 Uhr sendete. Genutzt wurden die Frequenzen, die ab 1960 von der Deutschen Post eingerichtet wurden. Am 1. April 1963 wurde hier das ZDF augeschaltet, das an diesem Tag startete.
Ab 1964 begannen die Landesrundfunkanstalten eigene regionale Fernsehsender zu betreiben, die heute als Dritte Programme bekannt sind. Den Anfang machte am 22. September 1964 das Bayerische Fernsehen.
In Farbe wird seit dem 25. August 1967 gesendet. Zur selben Zeit begann auch das ZDF mit seinen Farbsendungen.
|
|
Seit 1984 wird das Programm offiziell Erstes Deutsches Fernsehen genannt. Zeitgleich wurde das Logo mit der großen wuchtigen Eins eingeführt. Ab 1989 wurde die Mittagslücke geschlossen und es wurde von morgens 9.00 Uhr bis nach Mitternacht gesendet.
Seit 1996 wird die Kurzform Das Erste verwendet. Zu dieser Zeit wird bereits rund um die Uhr gesendet. |
Nachdem das DDR-Fernsehen abgewickelt wurde traten 1992 die beiden auf dem Gebiet der ehemaligen DDR gegründeten Landesrundfunkanstalten Mitteldeutscher Rundfunk und Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg dem Gemeinschaftsprogramm bei. Nun hatte die ARD elf Mitglieder.
Seit der Fusion des SDR und SWF zum Südwestrundfunk (1998) und der Fusion des SFB und ORB zum Rundfunk Berlin-Brandenburg besteht die ARD wieder nur noch aus neun Mitgliedern. Als zehntes Mitglied zählt das Auslandsprogramm Deutsche Welle.
Von Beginn an ist das Programm über Antenne zu empfangen. In den Folgejahren wurde das Sendenetz in der Bundesrepublik ausgebaut – auch in die DDR hinein wurde gesendet, wo man das Programm fast überall, außer im Raum Dresden, empfangen konnte. Inzwischen kann man das Programm überall via DVB-T digital empfangen.
Seit der IFA 1993 sendet Das Erste auch über den Satelliten Astra – zuvor sendete auf dem nun genutzten analogen Transponder das von der ARD veranstaltete Kulturprogramm Eins Plus. Nach dessen Einstellung im November des gleichen Jahres, trat die ARD dem deutschsprachigen Kultursender 3sat bei. |
|
|
Mit 1997 wird gemeinsam mit dem ZDF das Kinderprogramm KI.KA und das Informationsprogramm Phoenix veranstaltet. Im gleichen Jahr gingen die Digitalsender Eins Muxx (seit 2005 Eins Plus), Eins Extra und Eins Festival auf Sendung. Daneben ist man seit 1992 am deutsch-französischen Kulturkanal ARTE beteiligt.
Erinnerungen
Wann ich das erste Mal „West“-Fernsehen schaute, das weiß ich heute leider nicht mehr. Doch ich kann mich noch erinnern, dass bei uns sonntags immer Unsere kleine Farm lief. Das war in den frühen ’80er-Jahren.
So richtig intensiv geschaut wurde ab etwa 1984. Vor allem das Kinderprogramm, wie Die Sendung mit der Maus, Da schau her, Klamottenkiste, die Trickfilmschau, Nussknacker oder Flip Flop, aber auch Hallo Spencer und die Sesamstraße.
An Kinderserien verpasste ich eigentlich nie Die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn, Fury, Der kleine Vampir, Die Besucher, Die Märchenbraut, Der fliegende Ferdinand, Luzy – Der Schrecken der Straße, Die Tintenfische aus dem zweiten Stock, Ein Hamster im Nachthemd, Der Feind oder Spuk in der Schule.
Freitags gab es nachmittags einen alten Kinoschinken, meist mit Tarzan oder irgendwelchen anderen solcher alter Haudegen. Das Mantelprogramm dazu hieß Vorhang auf – Film ab! und lief noch bis 1990. Bis dahin gab es auch noch Formel Eins und 45 Fieber.
Im Regionalprogramm Bayernstudio wurden so gut wie nie die US-Serien Hart aber herzlich, Remington Steele, Simon & Simon oder Fame – Der Weg zum Ruhm und später Baywatch und In geheimer Mission verpasst, und vor allem auch nicht die Gameshows Herzblatt, Mich laust der Affe und Supergrips.