Deutscher Fernseh-Rundfunk
war das Fernsehprogramm des am 22. März 1935 auf Sendung gegangenen Fernsehsenders Paul Nipkow. Bereits ein Jahr zuvor wurden erste Fernsehbilder von Berlin aus übertragen.
Der Fernsehsender übertrug 1936 beispielsweise die Olympischen Spiele oder 1937 die Nürnberger Reichsparteitage. In den Fernsehstuben der größeren Städte konnten auch diejenigen das Programm mitverfolgen, die sich keinen eigenen Fernseher leisten konnten.
Gesendet wurde zunächst wöchentlich an drei Tagen, nämlich montags, mittwochs und samstags. Ab Mai 1935 wurde täglich gesendet. Das Sendestudio befand sich in Berlin-Witzleben (Charlottenburg) auf der Rognitzstraße 9.
Statt Nazi-Propaganda wurden ab Beginn des Zweiten Weltkrieges meist nur noch Unterhaltungssendungen gezeigt. Kurzzeitig war vom 24. August bis 23. November 1939 der Sendebetrieb vom Oberkommando der Wehrmacht stillgelegt.
Schlussendlich wurde der Sender am 19. Oktober 1944 eingestellt. Erst über sechs Jahre später wurden in Deutschland wieder die ersten Fernsehbilder, wenn auch nur als Versuchsprogramm, übertragen.
Die am längsten produzierte Fernsehsendung war die Varieté-Show Wir senden Frohsinn – wir spenden Freude (1941–44), die Ilse Werner moderierte.
Erinnerungen
An den Deutschen Fernseh-Rundfunk habe ich leider altersbedingt keinerlei Erinnerungen.