DSF
Der deutsche Medienmogul Leo Kirch konnte sich 1992 über ein Hintertürchen beim Münchner Privatsender Tele 5 eingekaufen und wollte nun die „hauseigene“ Konkurrenz seines erst jüngst auf Sendung gegangenen Vollprogramms Pro7 loswerden.
Zum Jahreswechsel 1992/93 wurde Tele 5 eingestellt und das Deutsche Sportfernsehen (DSF) begann seinen Sendebetrieb am 1. Januar 1993 auf dessen Verbreitungswegen. Außer in Hamburg und Berlin, da wurde das DSF von der Antenne genommen, in Berlin war es zunächst auch nicht im Kabel zu empfangen. |
|
 |
Leo Kirch wurde Anfang 1993 die Beteilung an der im Sommer 1992 gegründeten Media Gruppe München, die sich um die Vermarktung des kleinen Fernsehsenders (auch schon unter dem Namen Tele 5), durch die Landesmedienanstalten untersagt. Der Sender musste sich nun auf dem Werbemarkt selbst vermarkten.
Ab Mitte 1995 wurde die Fußball-Talkshow Doppelpass auf Sendung geschickt. Ab 1997 konnte man die Spiele der 2. Fußball-Bundesliga im DSF sehen. Ab etwa 2000 begann der Sender auf Sparflamme zu senden, verkaufte unter anderem Sendezeit an Drittanbieter und ließ halbnackte Mädchen Telefonspielchen moderieren.
Zum 11. April 2010 wurde daher der vor allem für seine ominösen „erotischen“ Call-In-Shows in die Kritik geratene Spartensender in Sport 1 umbenannt. In diesem Zuge fusionierte das Programm mit dem Online-Portal sport1.de.
Erinnerungen
Ich schaue eigentlich nie Sport und damit auch kein DSF. In Erinnerung blieb mir aber jedoch die einschlägige Musik zur Stationskennung, die man auch in dem Film Voll auf die Nüsse hören kann, wenn die Stationskennung des imaginären Sportsenders ESPN 8 gespielt wird.