VIVA

ist ein deutscher Musiksender, der am 1. Dezember 1993 startete und am 24. Dezember 1993 sein moderiertes Programm begann. In den Kabelnetzen konnte VIVA den gerade frei gewordenen Kanal des in 3sat aufgegangenen ARD-Kulturkanals Eins Plus übernehmen.

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Im Gegensatz zum paneuropäischen Konkurrenten MTV Europe sendete VIVA vornehmliche Musik aus deutscher Produktion. Das Konzept ging auf, schon 1994 übernahm VIVA die Marktführerschaft in Deutschland. Ab 1. Juni 1995 sendete MTV Europe zudem über Satellit verschlüsselt, was VIVA einen weiteren Vorsprung beim deutschen Publikum verschaffte.

Schon vom Sendestart weg konnte VIVA über den Satelliten Eutelsat II-F1 (13° Ost) und in den meisten Kabelnetzen empfangen werden. Erst ab dem 1. Oktober 2000 wurde das Programm analog auch auf Astra 1C (19,2° Ost) aufgeschaltet.

Der 1995 gestartete Ableger VIVA ZWEI wurde 2002 in VIVA PLUS umgewandelt und schließlich 2007 durch Comedy Central ersetzt. Auch außerhalb Deutschlands starteten VIVA-Ableger, so in Polen, Ungarn, Österreich, in der Schweiz und bis 2002 auch Italien.

VIVA gehört seit 2004 zur Viacom. Der ehemalige Konkurrent MTV wurde damit zum Schwesterprogramm. Heute gibt es kaum noch Unterschiede zwischen den beiden Programmen, bei denen Musik keine große Rolle mehr zu spielen scheint.


Moderatoren

VIVA war nicht nur Sprungbrett für die deutsche Musikindustrie, sondern auch für seine Moderatoren. Stefan Raab (Vivasion und Ma’ kuckn!) beispielsweise wurde 1999 von Pro7 abgeworben und startete dort das noch heute sehr beliebte TV Total mit seinen zahlreichen Ablegern, wie Die große TV-Total-Stockcar-Crash-Challange oder Die große TV-Total-Wok-WM.

Oliver Pocher war nach VIVA bei Pro7 in Vertrag und moderierte dort die Sendungen Rent-A-Pocher, Pochers WM-Countdown und Gameshow-Marathon, spielte in der ARD-Fernsehserie Sternenfänger mit, wurde Comedian und war ebenso schon auf der Kinoleinwand in dem Spielfilm Vollidiot und als Co-Moderator bei Wetten dass..? (ZDF) und bei Schmidt & Pocher (ARD) zu sehen.
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Heike Makatsch startete ein Kinokarriere und moderierte daneben BRAVO TV und die kurzlebige Heike Makatsch Show auf RTL 2. Aleksandra Bechtel moderierte u. a. Bitte lächeln und Big Brother für RTL 2. Janine Reinhardt spielte in den Pro7-Serie Was nicht passt, wird passend gemacht und Lotta in Love.

Enie van de Meiklokjes löste Nova Meierhenrich bei BRAVO TV ab, moderierte Weck Up bei SAT.1 und langjährig Wohnen nach Wunsch bei Vox. Tobias Schlegl bekam bei Pro7 die Show Absolut Schlegl, im NDR Fernsehen das Satiremagazin extra 3. Daniel Hartwig moderierte anschließend The Dome auf RTL 2 und spielte in der RTL-Serie Die Wache.

Matthias Opdenhövel moderierte zusammen mit Aleksandra Bechtel die RTL-2-Show Bitte lächeln!, zusammen mit Barbara Schöneberger die SAT.1-Show Weck up! und auf Vox die Quizshow Hast du Töne?. Seit 2006 ist er Moderator von Stefan Raabs Schlag den Raab und Co-Moderator bei weiteren Raab-Sendungen sowie WipeOut – Heul nicht, lauf! auf Pro7.

Charlotte Roche wechselte auf Pro7 um Charlotte trifft … zu moderieren, war im Rateteam der Neuauflage der ARD-Rateshow Pssst … mit Harald Schmidt und bekam auf 3sat die Sendung Charlotte Roche unter …. Sie schrieb den Roman Feuchtgebiete und sang im Duett mit Bela B. von den Ärzten.

Niels Ruf war kurzzeitig mit Schauspielerin Anke Engelke liiert und moderierte Die-Niels-Ruf-Show auf Sat.1 Comedy und auf SAT.1. In der kurzlebigen RTL-Serie Herzog spielte er einen Rechtsanwalt.


Erinnerungen

„VIVA liebt dich!“ war damals der Werbeslogan des jungen Musiksenders, den ich als Teenager natürlich auch gerne schaute. Besonders Stefan Raabs Vivasion hatte es mir angetan. 1994 gab es zudem die Bundesraabswahl und er war bei der WM in den USA dabei, wo er den Song Böört-Böörti Vogts kreierte.

Toll fand ich, dass VIVA jede Menge Musikvideos spielte, die mir gefielen, während MTV Europe eher den langweiligeren paneuropäischen Geschmack bediente. Schlimm war aber leider auch der hohe Anteil von Boygroup-Videos.

Leider ist heute nichts mehr vom jungen innovativen Musiksender übriggeblieben, der mich damals so faszinierte.

 
  Weiterführende Links

• Liste der VIVA-Fernsehsendungen (intern)
Wikipedia: VIVA
Wikipedia: VIVA Media
 
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Nostalgie in Bild und Ton
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VIVA-Senderidentifikation (1994)
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VIVA-Werbetrenner (1994)
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Techno-Magazin „Housefrau“ (1995)
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Stefan Raab in „Vivasion“ (1996)
Quelle: VIVA
 
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„Clipklassiker“ (1994)
Quelle: Youtube